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Black Magic Woman

Santana´s got a Black Magic Woman - und am 19.12.10 heiratet er sie auf Hawaii:
Carlos Santana (63) und Cindy Blackmann (51).
JazzcityNetEdition wird mit einem eigenen Reporter vertreten sein, der exklusiv für die Yellow Press Seiten der JNE berichtet.
 

JazzPott 2010

christof_lauer
Es hat gewiß schon mutigere, überraschendere Enscheidungen gegeben, als den JazzPott 2010 an Christof Lauer, Michel Godard und Patrice Héral zu überreichen.
Der JazzPott wird seit 1998 vom Plakathof Rüttenscheid vergeben, die Preisverleihung mit anschließendem Konzert findet jeweils in der Philharmonie Essen statt (in diesem Falle am 17.09, 21 Uhr).
Sei´s drum, Christof Lauer hat schon aufregendere Projekte betrieben - die Auszeichnung hat er fraglos verdient.
   

Jazz Masters Award für Dave Liebman

Dave Liebman wird im Januar 2001 mit dem Jazz Masters Award des National Endowment For The Arts ausgezeichnet; zeitgleich mit u.a. der Marsalis Family, und wie wir vor ihm 118 Jazzmusiker seit 1982, seit diese Auszeichnung existiert.
Da unter diesen vielen Vorgängern nur wenige sich befänden, die stilistisch Fusion oder JazzRock zuzuordnen sind, bewertet Mr Liebman die Auszeichnung für sich nicht nur als Anerkennung seiner Lebensleistung, sondern mehr noch:  als "de facto Anerkennung dieser Ästhetik durch das Establishment".
Zwar stehen seine Fusion-Verdienste an der Seite von Miles Davis (1926-1991), in den frühen 70ern, außer Frage - ebenso wie der zeitweise schlechte Ruf des Genres, auf den Liebman jetzt noch einmal hinweist. Und es mag ja sein, dass sein aktuelles Quartett nun "mehr elektronisch" vorgeht und mehr an die Strukturen von vor 40 Jahren anschließt.
Aber, dass Liebman sich diesen Hut aufsetzt, muss doch überraschen, denn außer seiner damaligen Band  Lookout Farm sind so bangig viele Beitrag für den JazzRock von ihm eigentlich nicht in Erinnerung, zuletzt allenfalls "Refusion" in der Mannschaft von Wolfgang Reisinger, 2004.

   

The Queen´s Suite Revisited

Im Oktober 1958, am Rande des Leeds Music Festival, trifft Duke Ellington bei einem Empfang die Queen und Prince Philip.
Das Treffen inspiriert ihn zu einer 6teiligen Komposition, "The Queen´s Suite". Ein Exemplar schickt er 1959 in den Buckingham Palast, 1976 geht er damit ins Studio, 1989 erfolgt die erste Live-Performance durch die Bob Wilber Big Band.
50 Jahre nach Ellington nimmt sich Peter Edwards, Pianist der Tomorrow´s Warriors Jazz Orchestra, die Partitur vor und führt das Werk 2008 in London mit jungen Kollegen wieder auf.
Bei dem Konzert, bei den Proben wird das Ensemble von der Regisseurin Corine Dhondee begleitet, die eine Filmdokumentation darüber vorbereitet.
Der Film ist fast fertig, es fehlen lediglich 12.000 $ für Archiv-Ankäufe, die Farbbestimmung und den Audio-Mix.
Die Filmemacherin hat sich das Ziel gesetzt, diese Summe bis zum 31.08.2010 durch eine besondere Form des Sponsoring, sogenannte pledges, einzuwerben. Diese "Bürgschaften" greifen nur dann, wenn die genannte Summe zum genannten Termin auch wirklich erreicht wird, andernfalls werden die Zahlungszusagen nicht in Anspruch genommen.
Auf einer speziellen Webseite werden die backers, die Unterstützer, durch ein ein vielstufiges System animiert:
Mindesteinsatz ist 1 $, für 3 $ wird der Spender auf der Webseite des Films unter "special thanks" aufgeführt, für 20 $ erhalt man die DVD sowie einen digitalen Abzug des historischen Fotos. Für 230 $ gibt es eine Privat-Lektion, "over lunch", wo Dhondee in die Kunst des Dokumentarfilms einführt. Wer 450 $ investiert, kann 5 Stunden lang die Londonder Premises Studios nutzen, und für 8.500 $ erhält man die große Kurpackung: Flug nach London, alle Spesen, Nennung als Co-Producer etc.
Inzwischen haben sich 51 backers mit einer Gesamtsumme von 4.383 $ (Stand: 10.08.) eingetragen, unter ihnen Michael Nyman und ... JNE.
PS: vom Jazzinstitut Darmstadt erfahren wir, dass ein Film über Henry Grimes mit der gleichen Methode erfolgreich finanziert wurde.
PPS: bis heute, 24.08., ist niemand aus Deutschland dabei. Das muss sich ändern!
PPPS: Gechafft! Wie Corine Dhondee am 29.08. mitteilt, war die Aktion erfolgreich. Der Etat für den Abschluß des Filmes ist durch Spenden eingebracht worden.